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Von den ersten gemeinsamen Schritten bis zum fertigen Produkt - Diese Seite widmet sich der Entstehung eines Produkts.

Als Bespiel wurde die Arbeit am Projekt a cultural duet gewählt, da sie als Diplomarbeit den Anspruch verfolgte, den kompletten Prozess zu veranschaulichen. Allerdings müssen natürlich die einzelnen Schritte dem jeweiligen Projekt angepasst werden und können je nach Entwicklungsstand des Produkts oder dem Budget des Auftraggebers variieren.

Der ganz persönliche chronologische Prozess von Joris Zebinger:

 

01 | Zieldefinition mit Kunden

In einem ersten Schritt wird gemeinsam mit dem Kunden eine grobe Richtung für das potenzielle Produkt ausgearbeitet. Das ist besonders wichtig, da es eine Vertrauensbasis schafft und klar strukturierte Zeitpläne, erfüllbare Projektvorstellungen und eine gute Positionierung am Markt erst möglich macht.

Helfen kann dabei der 'Morphologischer Kasten', der unterschiedliche Konzeptrichtungen aufzeigt und einen ersten Rahmen um die anfangs meist sehr vage Ideenwolke eines Produkts setzt.

 

02 | Erste Überlegungen

Nachdem die erste Richtung vorgegeben ist, folgt eine Annäherung an das Thema. Das kann mit Schlagworten, Bildern aber auch mit Texten passieren.

 

03 | Theoretische untersuchung des Themengebiets

Damit alle wichtigen Parameter für die weitere Arbeit geklärt sind, werden alle Fakten, die theoretisch herausfindbar sind, zusammengetragen und bilden die erste Entscheidungsbasis für Produkteigenschaften.

 

04 | Szenarien

Da der Marktstart eines neuen Produkts bis zu mehreren Jahren in der Zukunft liegen kann, werden Szenarien untersucht, die Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg haben könnten.

 

05 | personas

Was ist ein Produkt ohne dessen Benutzer? Die muss man natürlich kennen, damit das Design genau auf die richtige Zielgruppe abgestimmt ist, und man schon früh mögliche daraus resultierende Bedingungen erkennt.

 

06 | Umfrage

Um noch genauere Einsichten in die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu bekommen, sind Befragungen oft der richtige Weg zu einem kompletten Benutzerprofil. Diese Umfragen können von einigen wenigen Befragten bis zu einer professionell durchgeführten Straßenumfrage reichen, je nach den Bedürfnissen des Produkts und dem Budget der Auftraggeber.

 

07 | briefing

All die zuvor gesammelten Erkenntnisse werden nun in Produkt und Designbriefing vereint, das bei jedem weiteren Schritt als Zielsetzung dient.

 

08 | produktumfeld und positionierung

Nachdem nun die Richtung schon klarer abgesteckt ist, können Konkurrenzprodukte gesucht und deren Stärken und Schwächen analysiert werden. Die Positionierung innerhalb der vorhandenen Lösungen ist besonders wichtig, um eine klare Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz zu ermöglichen.

 

09 | Ästhetische Positionierung und erste Materialüberlegungen

Grundsätzliche Formensprachen für das Projekt werden verglichen und eine oder mehrere passende ausgewählt. Die Formensprachen werden aber nicht nur rein auf die gestalterische Qualität geprüft, sondern müssen auch ihre Umsetzbarkeit unter Beweis stellen.

 

10 | moodboard

Um die endgültige Gestaltungsrichtung zu definieren und sowohl dem Designer als auch den Auftraggebern eine Hilfestellung für das Verständnis der Formensprache zu geben, werden Beispiele gesucht und aufbereitet.

 

11 | Konzeptidee

Verschiedene Konzeptideen werden erarbeitet und eines oder mehrere ausgewählt.

 

12 | Konzeptdefinition

Die ausgewählte Konzeptidee wird konkretisiert und für eine Präsentation aufbereitet, damit gemeinsam mit dem Kunden Details geklärt und verändert werden können.

 

13 | Sketch ideation

Das Design beginnt. In kleinen Zeichnungen werden die Möglichkeiten der Gestaltung erarbeitetet. Das ist ein recht wilder Prozess, der dem Designer beim Ordnen seiner Gedanken hilft. Das passiert aber bei mir nicht ausschließlich am Papier. Auch dreidimensionale Modelle aus Papier oder grobe Skizzen im CAD können je nach Bedarf eingesetzt werden.

 

14 | Design ausarbeitung

Ein oder mehrere Designs werden ausgearbeitet und detailierter dargestellt. Das Design ist aber erst zu 70% fertig, obgleich auch schon der größte Teil der Flächen definiert ist. Denn nur mit den stimmigen Details wird aus einem normalen Produkt ein gutes.

 

15 | Ergonomie

Natürlich muss das Produkt auf seine ergonomischen Eigenschaften überprüft werden. Dazu müssen alle relevanten Daten zusammengestellt und dann an einem Ergonomiemodell getestet werden.

 

16 | CAD

Die CAD-Flächen werden in Rhino 3D gebaut und Detailfragen gelöst. Das CAD entsteht schon mit den notwendigen Materialstärken und z.B. eventuellen Formschrägen für den Spritzguss oder anderen produktionsabhängigen Parametern. Auch die inneren Elemente werden dabei berücksichtigt, wenngleich ich keine Konstruktion von inneren Materialverstrebungen oder technischen Komponenten anbiete. Gerne können wir aber gemeinsam eine geeignete Partnerfirma finden.

 

17 | Farbgebung

Farbpaletten können für Produktfamilien oder das Corporate Design wichtig sein. Darum erstelle ich autark oder in Zusammenarbeit mit firmeneigenen Grafikdesignern eine geeignete Oberflächengestaltung, damit das Produkt ideal zur Geltung kommt.

 

18 | Modellbau

Für eine optimale Bewertbarkeit eines Designs vor dem Produktionsstart kann es notwendig sein, ein Modell oder einen Prototypen herzustellen.

 

19 | Visualisierung

Renderings von realistisch bis schematisch.

 

20 | Produktionsbetreuung

Natürlich stehe ich Ihnen auch für eine weitere Betreuung während und nach der Produktion zur Verfügung, um die Fertigungsqualität aus der Sicht eines Designers zu evaluieren und nach Möglichkeit zu verbessern.